Im Mandichosee in Merching wurde eine hierzulande seltene Gattung von Cyanobakterien (Blaualgen) nachgewiesen. Aufgrund der weiterhin nicht abgeschlossenen Untersuchungen mit laufend neuen Erkenntnissen zum Verhalten und zum Vorkommen von Tychonema im Mandichosee wurde am 21. August 2019, durch Allgemeinverfügung ein Aufenthaltsverbot erlassen. Im gesamten Bereich der Lechstaustufe 23 / des Mandichosees ist das Baden, das Angeln, die Ausübung von Wassersport und das Betreten des Anschwemmbereiches am Ufer untersagt.

Die Allgemeinverfügung gilt ab 22. August, 0 Uhr und ist hier einzusehen.

In der Tauchbeprobung von letzter Woche wurde Tychonema ebenfalls in 2 bis 3 Metern Tiefe festgestellt. Die Proben sind nun ebenfalls auf dem Weg ins Berliner Labor.

Tychonema lagert nicht nur an Wasserpflanzen und angeschwemmtem Treibholz, sondern auch in Form von sogenannten „Patches“ (rötliche Bakterienansammlungen) im Flachwasser und am Ufer.

Die Ermittlungen über Ausdehnung und lokale Verteilung des Tychonemavorkommens am Mandichosee machen gute Fortschritte und können voraussichtlich im Laufe der Woche abgeschlossen werden. Diese sind ein wichtiger Bestandteil für die Abschätzung der Gesundheitsgefährdung der verschiedenen Nutzergruppen am See. Weiterhin arbeiten u. a. das Landratsamt, das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eng zusammen, um das weitere Vorgehen zu planen. Eine gemeinschaftliche Planung des mittel- bis langfristigen Umgangs mit dem Mandichosee kann jedoch erst nach Abstimmung aller Beteiligten und gründlicher Würdigung der gesammelten Informationen aus mehreren Ortsbesichtigungen und Beprobungsreihen sowie Recherchearbeiten und Erfahrungsaustausch mit externen Experten ab der nächsten Woche erwartet werden.

Alle sechs EU-Badegewässer im Landkreis werden während der Badesaison im 4-Wochen-Turnus auf Blaualgen getestet. Bisher waren alle Ergebnisse stets im Normbereich und durchgehend bakteriologisch einwandfrei. Am Weitmannsee wie am Auensee wurden Anfang der Woche zusätzliche Proben von Wasserpflanzen und Treibholz genommen. Auch hier waren die Ergebnisse im Normbereich. Die benachbarten Landkreise wurden informiert.

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